John Green – Eine wie Alaska

„Keine Drogen. Kein Alkohol. Keine Zigaretten.“ – das sind die Worte, mit denen sich der Vater von Miles verabschiedet, als dieser aufs Internat wechselt.

Miles ist sechzehn, eher der ruhige Typ und hat zwar bisher nicht besonders viele Freunde gefunden, dafür aber eine Schwäche für letzte Worte.

Doch er hofft, dass das Leben mehr zu bieten hat.

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Die letzten Zeugen

Bericht und eigene Gedanken zur Theater-Inszenierung

Eben konnte man sich noch ins grüne Gras in die Sonne setzen, jetzt zieht langsam die Dämmerung über die Hausdächer und macht sich am Fasanenplatz breit. Menschen stehen in Gruppen zusammen, man hört sie lachen und reden. Pollen fliegen herum. Die Luft schmeckt nach Frühlingsabend. Und endlich öffnet sich die Tür und die Menschen schieben sich schnatternd in das Haus der Berliner Festspiele. Ich habe mit meinen Freunden Plätze ganz vorn in der vierten Reihe ergattert. „Hoffentlich werden nur keine Aktionen mit Zuschauern gemacht.“, denke ich, als ich mich erwartungsvoll in den Sessel plumpsen lasse. Die Bühne ist sehr schlicht: zwei weiße, riesige Tücher hängen hintereinander von der Bühne herunter – ich vermute, dass sie für das Projizieren von Bildern oder Filmen verwendet werden. Dahinter stehen mehrere schwarze Stühle und rechts auf der Bühne vier weitere in einer Reihe, daneben ein schwarzes Mikrofon. Keine Kulissen, keine Farben. Über das Stück, das wir gleich sehen werden, weiß ich bisher nicht viel. Nur, dass sieben jüdische Zeitzeugen zwischen 80 und 101 Jahren zu Wort kommen, die der Vernichtung knapp entkommen sind. Sie sind die Einzigen, die mir erzählen können, was damals geschehen ist. Vielleicht bekomme ich heute Abend Antworten auf meine Fragen – auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie ich sie verkraften werde.

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Alles nur Theater?

Wie läuft’s in einem Theaterkurs?

In Theater-AGs machen wir ziemlich verrückte Sachen: Alle bilden einen sehr engen Kreis, einer steht mit geschlossenen Augen in der Mitte, lässt sich nach hinten fallen und wird sanft von einem zum anderen geschubst. Er darf sich nicht bewegen, muss sich hundertprozentig auf die anderen verlassen. Die Übung ist dazu da, das Vertrauen zu den anderen aufzubauen, denn das ist das A und O im Club. Dies ist nur eines von vielen Spielen. Denn auch andere Dinge sind sehr wichtig, damit man gut zusammen arbeiten kann: Improvisation, schnell reagieren, aufeinander achten. Es funktioniert nicht richtig, wenn die Gruppe keine „zusammengeschweißte Truppe“ ist. Man ist extrem von einander abhängig. Keiner kann auf der Bühne „sein eigenes Ding“ durchboxen. Wenn einer nicht zur Probe kommt haben alle ein Problem. Damit man etwas zustande bringt, muss man außerdem oft sehr viel von sich preisgeben, was manchmal gar nicht so einfach ist. Deswegen sind solche Übungen superwichtig, auch wenn sie oft verrückt aussehen.

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